Flirten ist mit Sicherheit eine hohe Kunst. Eine Kunst, die zu erlernen ist. Doch nicht jeder zeigt die Bereitschaft, diese Kunst auch auszuüben. Denn nicht umsonst füllen misslungene “Anmachsprüche“ ganze Buchreihen und bevölkern jede Fernseh-Comedy. Ein Satz wie “Sag mal, ist das da Asbest an den Wänden?“ wirkt sicher rührend komisch, doch wer will schon mit dem ersten Satz Mitleid erwecken?
Was man durch Flirten erwecken möchte, ist doch Interesse. Es geht nicht darum, die Frau zu verführen und binnen kürzester Zeit in das eigene Bett zu locken. Flirten ist eine Kunst, und Kunst hat doch immer etwas mit Genuss und Muße zu tun. Der Flirt ist ja auch nicht auf besondere Orte oder auf besondere Zeiten beschränkt. Ob im Bus, in der Schlange vor dem Kaffeestand oder auch abends in einer Bar, überall bieten sich Möglichkeiten zum Flirt.
Der erste Schritt ist sicher der Augenkontakt. Wenn dieser erstmal hergestellt ist, dann kann man auch beurteilen, ob das Gegenüber Interesse an einem Flirt hat. An einem Flirt wohlbemerkt, nicht an einer Beziehung oder einem sexuellen Abenteuer. Wenn der Augenkontakt hergestellt ist, dann kann man es entweder dabei belassen und sich über das erweckte Interesse freuen, oder man spricht das Gegenüber doch an. Dieser erste Satz ist entscheidend. Wenn wirkliches Interesse an dieser Person besteht, dann sollte dieser erste Satz weder dumm, noch plump, noch krampfhaft witzig sein. Er sollte ganz einfach zur Situation passen. Wenn man damit ein Gespräch angeregt hat, dann war man in der Kunst des Flirtens doch schon äußerst erfolgreich.


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